Zwänge, ich muss es immer wieder tun, ich kann es einfach nicht lassen….

Was ist eine Zwangsstörung?

Eine Zwangsstörung gehört zu den psychischen Störungen. Die betroffenen Personen spüren einen inneren Drang, bestimmte Dinge wiederholt zu tun oder zu denken. Sie wehren sich dagegen, wollen diese Zwangshandlungen, Zwangsgedanken abstellen, es gelingt ihnen willentlich nicht. Die Anzahl der Symptome schwankt von Person zu Person. Während einige unter einem Zwang leiden, kämpfen andere gegen eine ganze Reihe von Zwängen. Zwangsstörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Erwachsenenalter, welche zu erheblichen Einschränkungen im täglichen Leben führt.

Zwangsgedanken

Zwangsgedanken sind inhaltliche Denkstörungen. Diese zwanghaft – immer wieder – auftretenden Denkinhalte werden als unsinnig empfunden und können nicht beeinflusst werden. Ausschlaggebend ist nicht der Inhalt der Gedanken, sondern die Art, wie das Denken erlebt wird. Zwangsgedanken können eingeteilt werden in Zwangsideen, Befürchtungen, aggressive Gedanken, Grübelzwang, Zweifel, Zählzwang und ritualisierte Wiederholungen. Gedankengänge können nicht abgeschlossen werden, so dass sie sich ständig aufdrängen und wiederholt werden müssen, sie führen zu keinem Ergebnis, welches akzeptiert werden kann. Begleitend leiden einige Betroffene unter quälendem Zweifel.
Am häufigsten treten folgende Zwangsgedanken in der Gesellschaft auf: Schmutz, Verseuchung, Gewalt, Aggression, Ordnung, Religion, Sexualität. Die größte Angst der Betroffenen ist es, dass sie die Zwangsgedanken in die Realität umsetzen und andere schädigen.

Zwangshandlungen

Zwangshandlungen sind Stereotypien – Handlungen, die gegen oder ohne den eigenen Willen ständig wiederholt werden müssen. Die Betroffenen sind sich dessen durchaus bewusst, dass diese Handlungen sinnlos und irrational sind. Anfangs versuchen sie sich zunächst dagegen zu wehren, scheitern nach kurzer Zeit, weil die begleitende Angst übermächtig wird. Gewöhnlich folgt nach der Zwangshandlung eine kurze nicht dauerhafte Entspannung. Freude oder Spaß spüren die Betroffenen während der Ausübung der Handlung nicht, ganz im Gegenteil. Der innere Widerstand, den Zwang zu unterlassen, erzeugt im Inneren des Betroffenen große Anspannung und Angst und erst die Ausführung bringt Erleichterung.
Zwanghafte Handlungen unterliegen oft einem bestimmten Ritual, welches zwingend genau, in der richtigen Reihenfolge eingehalten werden muss. Tritt währenddessen eine Störung auf oder die Handlung kann nicht abschließend zufriedenstellend beendet werden, so spüren die Betroffenen Angst und das Ritual muss von Neuen begonnen werden.
Mit der Zeit werden die Handlungen immer öfter wiederholt. Viele Betroffene sind in ihrem Alltag so stark eingeschränkt, dass sie ihrem Beruf nicht mehr nachkommen können, die Wohnung, das Haus nicht mehr verlassen. Daraus kann sich eine soziale Isolation entwickeln – die Betroffenen haben die Kontrolle verloren.

Einige Beispiele von Zwangshandlungen

  • Reinlichkeitszwang – Hände waschen – Angst vor Bakterien, Ekelgefühle,
    Angst vor bestimmten Krankheiten
  • Kontrollzwang – ständiges Überprüfen, von Herdplatten, Türschlössern,
    Bügeleisen, Dokumente
  • Ordnungszwang – bestimme Dinge, wie Kleidung,Nahrungsmittel
    werden in einer bestimmten Reihenfolge, Symmetrie und sehr präzise an-
    geordnet
  • verbale Zwänge – Melodien, Sätze oder Wörter werden
    ständig wiederholt
  • Berührungszwang – bestimmte Dinge unbedingt oder gar nicht anzufassen

Angststörung und Zwänge

Häufig tritt eine Zwangsstörung in Begleitung mit einer Angststörung auf, besonders in Verbindung mit sozialer Phobie, Panikstörung und/oder Depression. 50% der Betroffenen leiden gleichzeitig unter einer Persönlich-keitsstörung.

Ursache einer Zwangserkrankung

Die Ursachen einer Zwangsstörung, sind zum heutigen Zeitpunkt noch nicht vollständig geklärt. Was ich jedoch recherchieren konnte, ist Folgendes:
Eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Zwangsstörung spielt die genetische Disposition. Die erbliche Belastung bedeutet jedoch nicht, dass die Erkrankung ausbricht, sondern lediglich die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung der Zwänge.
Ein weiterer wichtiger erwähnenswerter Punkt ist die Gefühlswelt der Betroffenen. Oft besitzen sie eine ausgeprägte mangelnde Fähigkeit, mit negativen ängstlichen aggressiven Emotionen und Situationen umzugehen. Diese wirken auf sie so bedrohlich und unerträglich, dass sie individuelle Mechanismen entwickeln, um nicht fühlen zu müssen.
Aus eigener Kraft ist es sehr unwahrscheinlich, Zwangserkrankungen zu besiegen.
Die Hypnose/Hypnose-Therapie ist eine Methode, die Ursache der Zwangsstörung zu ergründen, um diese zu lindern und so eine Erleichterung des Betroffenen im Alltag zu ermöglichen.