Vitamin D – das Sonnenvitamin, warum es für uns so lebenwichtig ist.

Streng genommen ist das Vitamin D kein Vitamin, sondern eher ein Hormon, weil fast jede Zelle des menschlichen Körpers in der Lage ist, aktives Vitamin D zu bilden. Das Vitam D ist an tausenden Regulierungsvörgängen in unserem Körper beteiligt. Es kann bis zu 90% über die direkte UVB-Strahlung der Sonne aufgenommen werden. Und wird dann in der Leber zu Calcidiol umgebaut. Das Vitamin D ist an der Regulierung des Calcium- und Phosphathaushaltes beteiligt und fördert die Calciumaufnahme über den Darm. Es ist unverzichtbar für das Wachstum, für Knochen und Muskeln, sowie für das psychische Wohbefinden. Kann nicht genug Vit. D aufgenommen werden, so entsteht zeitnah ein Calcium-Mangel, weil nicht mehr genug Calcium aus der Nahrung aufgenommen werden kann. Der Körper versucht diesen Mangel auszugleichen, indem er das Calcium aus den Knochen schleust. Die Knochen werden dann langfristig weich und brüchig, Osteoporose entsteht und das erklärt die häufigen Knochenbrüche älterer Menschen.

In allen Ländern nördlich des 40 Breitengrades (gedachte Linie durch Rom), steht in den Monaten von Oktober bis März kein ausreichendes Vitamin D zur Verfügung , die Sonne steht zu flach, ihre Intensität ist zu schwach, so dass das Hormon nicht gebildet werden kann. Ein Mangel entsteht, der Folgen haben kann. Das Wort „Winterblues“ kennt jeder und bezeichnet die sogenannte Winterdepression.

Über die Hälfte der deutschen Bevölkerung leiden an Vitamin D Mangel – so das Robert-Koch-Institut. Je älter die Probanten waren, desto höher lag der Mangel an Vit. D.
Ein erwachsener Mensch benötigt täglich 20 Mikrogramm.
Das Vitamin D kann in den Muskeln und in den Fettzellen des Körpers gut gespeichert werden. Das setzt vorraus, dass in den Sommermonaten ausreichend Sonne getankt und genug Vitamin D produziert worden ist. So sind die Körperspeicher für den Winter gut gefüllt und es kann einen Teil des Bedarfes decken. Natürlich leert sich der Speicher und es wird zunehmend schwieriger für den Körper, den Vit. D Spiegel im Blut aufrecht zu erhalten.

 

Symptome von Vitamin D-Mangel


Leistungsschwäche, innere Unruhe, Konzentrationsstörung, Stimmungsschwankung, Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, nachlassende Sehkraft, depressive Verstimmung, eingerissene Mundwinkel,u.a.

 

Erkrankungen durch Vitamin D-Mangel


Autoimmunerkrankungen, Rheuma, Osteoporose, Osteomalazie (Knochenerweichung), Rachitis, Immunschwäche, Infektanfälligkeiten Darmerkrankungen, Bronchitis, Lungenerkrankungen, MS, Hauterkrankungen, Herz-Rhythmusstörung, Kreislaufschwäche, Diabetes, Muskelschwäche, Muskelkämpfe, Neurologische Erkrankungen, Nervenschmerzen, Depressionen, Demenz usw.
Wenn Sie unter einigen dieser Symtome und/oder Erkrankungen leiden, dann kann ein Bluttest bei Ihrem Allgemeinarzt Klarheit schaffen. Bewegung im Freien, eine Ernährungsumstellung und Nahrungsergänzungsmittel (Vitamin D Präparate) können den Mangel ausgleichen. Eine langsame Gewöhnung der Haut an die Sonne ist sehr empfehlenswert, ausgedehntes, langes Sonnenbaden dagegen kann zu großen Schäden führen. Bei guter und mäßiger Gewöhnung der Haut an die Sonne überwiegen in den meissten Fällen die Vorteile. Z.B. 10-20 min. täglich mit unbedeckter Haut an Gesicht, Unterarmen und/oder Händen im Sommer reichen aus, um die benötigte Vitamin D Menge zu bilden. Das Sonnenstudio ist übrigens keine Alternative, weil die Haut nur mit Vit. A bestrahlt wird, welches der Vit. D Bildung nicht dienlich ist!

 

Ernährung – folgende Lebensmittel besitzten einen Vit. D Anteil


Steinpilze, Pfifferlinge, Champignons, Emmentaler Käse, Lebertran, Fisch, Bio Eier.
Essen Sie regionale und saisionale Produkte und achten bitte bei der Zubereitung, diese nicht zu zerkochen. Täglich frisches Gemüse und Obst, stärkt Ihr Immunsystem und Ihre geistige und körperliche Beweglichkeit.