Selbstfürsorge, was für ein großes Wort….

Warum fällt es oft so schwer, für sich selbst gut zu sorgen?

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Wenn wir gezielt in uns hineinfühlen oder hören, dann wissen wir ganz genau was uns gut tut. Problematisch wird es, wenn wir von unserer Umwelt erwarten, dass diese erahnen soll, wie es gerade in unserem Innern aussieht, welche Wünsche und Bedürfnisse uns beschäftigen. Meistens kann unser Umfeld nur bedingt darauf reagieren und genau dann entstehen, aus der Enttäuschung heraus, in unseren Beziehungen Disharmonien. Doch ist unser Umfeld dafür verantwortlich?
Der Weg zu eigener Zufriedenheit bedeutet jedoch, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, die eigenen Interessen und Absichten klar zu erkennen und danach zu leben – und das hat nichts mit Egoismus zu tun. Niemand kann sich so gut um uns kümmern, wie wir selbst.
Es geht darum, eine individuelle innere Balance zwischen Anpassung und Abgrenzung zu erlernen, die sich gesund anfühlt. Ein weiterer Schritt ist die Selbstakzeptanz – “sei du selbst, alle anderen sind schon besetzt” – ist so ein einfacher und wahrer Satz, der alles ausdrückt.
Lösen wir uns von unserem Kopfkino, von den immer wiederkehrenden Gedanken (durch Atemübungen oder Autogenes Training), lösen wir uns davon, der Spielball anderer zu sein.
Jeder von uns ist der “Einzige Denker in seinem Geist”, der eigene Projektor aller Geschichten und nur wir selbst können die negativen Gedanken entlarven. Denn nicht das Problem stresst uns, sondern die Gedanken dazu, die Gefühle, die Bilder, die Vorstellung…
Stellen wir uns diesen Gedanken, gehen wir auf die Suche und nehmen in Kauf, dass es Entscheidungen erfordert, nach dem Motto: Ist es gut so, wie es ist? oder ändere ich meine Einstellung? oder muss ich die Situation verlassen?
Nehmen wir mal für einen kurzen Moment an, es gäbe diese negativen Gedanken zu einer bestimmten Situation nicht, wie friedvoll, ruhig und entspannt würden wir uns fühlen, es ginge uns gut.
Vielleicht stellen wir auch mal in Frage, was andere uns erzählen, wir müssen nicht alles glauben und haben so die Chance anders zu reagieren, anstatt wütend – eher gelassen, anstatt gestresst – eher entspannt, anstatt ängstlich – eher ruhig zu sein.
Verabschieden wir uns von all dem, was für unsere Selbstfürsorge nicht benötigt wird und fangen an, für uns selbst zu sorgen – wir sind es uns wert!