Selbstbewusstsein – was macht uns stark?

Vielleicht kennen auch Sie dieses Gefühl, welches hin und wieder – mal stärker, mal schwächer – auftritt, dass“ irgendetwas im Leben fehlt „. Und wenn genau das erreicht ist, gibt es schon wieder etwas noch Besseres, was erreicht werden kann, höher, schneller, weiter…
Doch im Grunde streben wir alle danach, uns so anzunehmen wie wir sind, wir streben nach eigener Wertschätzung, nach eigener Würdigung und nicht danach, etwas oder jemand sein zu müssen, der oder die wir gar nicht sind.
Sobald wir aufhören, uns in vorgegebene Rollen einzufügen und uns dem sozialen Druck entziehen, sind wir authentisch – nehmen uns selbst ernst. Für unsere Persönlichkeitsentwicklung ist es äußerst wichtig herauszufinden, was wir selbst wollen, unsere Bedürfnisse zu erkennen und lernen Nein zu sagen!
Muss uns jeder mögen? meiner Meinung nach ist das gar nicht nötig, warum auch?
Das heißt im täglichen Leben, sich kleinmachen, sich entschuldigen, immer freundlich und angepasst sein, die Erwartungen der Anderen erfüllen. Das fühlt sich sehr anstrengend an. Es ist ein Kampf, einer der schwersten Kämpfe, den wir nie gewinnen können und der niemals aufhört, schier endlos ist.
Ein starkes Selbstvertrauen ist durch Selbstsicherheit und Ruhe geprägt, welches wiederum ihren Ursprung in der eigenen Authentizität hat. Werden wir uns bewusst, dass jeder von uns einzigartig ist, die Summe aus Erfahrungen, individuellen Erlebnissen, Biographie und vielem mehr. Nehmen wir also in Kauf, dass es Menschen gibt, die uns mögen, weil wir so sind, wie wir sind und es Menschen gibt, die uns ablehnen oder unser Handeln missbilligen. Kein leichter Schritt, denn wir wollen dazu gehören, doch um welchen Preis? Sobald wir lernen unser Selbstwertgefühl nicht länger von den Zuwendungen unserer Umgebung abhängig zu machen, sind wir frei – uns selbst treu!
Wir alle haben Fehler in unserem Leben begangen. Ich gehe davon aus, dass alle ihren Sinn hatten, die zu der eigenen Entwicklung beitrugen. Verzeihen wir uns diese Fehler – sie sind nicht mehr zu ändern.
Tun wir es früher oder später nicht, so sabotieren wir unsere Weiterentwicklung und die Selbstannahme – geraten in einen Strudel aus Selbstvorwürfen, der hemmt.
Schließen wir Frieden mit uns selbst, nehmen wir uns selbst an, bleiben uns treu. Dann braucht unsere Seele nicht weiter nach Anerkennung – durch Andere – zu hungern.