Angst und Angststörungen, Mutter der Vorsicht?

Angst ist mehr als nur ein unliebsames Gefühl, sie dient uns als universelles Warnsystem und als Signal zur Flucht, wenn Gefahren drohen. Deshalb gilt sie als unverzichtbar im Leben des Menschen und der Säugetiere. Es gibt so unterschiedliche Ausprägungen, wie Beklemmung, Schrecken, Furcht und Grauen und verschiedene Ängste wie:

  • Angst vor Versagen,
  • vor Einsamkeit,
  • Dunkelheit,
  • Verarmung,
  • Angst vor der Angst,
  • Angst vor Überfällen,
  • Angst vor dem Fliegen, und Vieles mehr

Nicht zu vergessen die große Anzahl der Phobien, wie:

  • Spinnenphobie,
  • Hundephobie,
  • Sozialphobie,
  • Spritzenphobie usw.

Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen unserer modernen Gesellschaft, Tendenz steigend. Unter normalen Umständen geleitet uns eine “normal ausgeprägte Angst” durch unser Leben, instinktiv werden wir bei Gefahren gewarnt. Entgleist dieser Instinkt, so wendet er sich gegen uns.
Angst mobilisiert den gesamten Körper, bei echter, als auch bei falscher Gefahr. Innerhalb von Sekundenbruchteilen sind wir auf Flucht oder Kampf vorbereitet, ähnlich als würde ein “Säbelzahntiger” vor uns stehen, und dies geschieht schon seit der “Menschwerdung”. Noch bevor die Gefahr ins Bewusstsein gelangt, schlägt das Gehirn Alarm. Botenstoffe werden ausgeschüttet, so dass Kreislauf, Muskulatur, Atmung und Stoffwechsel auf Hochtouren laufen können. In den Hirnregionen werden die Reize und Signale, die aus der Umwelt und vom Körper kommen, gebündelt und mit den vorhandenen gespeicherten Erfahrungen verglichen und bewertet. Was für ein – wunderbar funktionierender – Körper. Jedoch nicht, wenn er überreagiert. Eine krankhafte Angst unterscheidet sich von einer gesunden, durch seine Intensität, Dauer und der Unangemessenheit gegenüber der Situation o.ä.
Die Generalisierte Angststörung beinhaltet in den meisten Fällen eine unbegründete Sorge oder Befürchtung vor “zukünftigen Unglücken”, die die Person selbst betreffen, oder Familienmitglieder. Die Angst verselbständigt sich. Im ausgeprägten Stadium ist der Mensch kaum noch in der Lage, seinen Lebensalltag zu bewältigen. Ängste und Panik treten in verschiedenen Situationen auf , in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf großen Plätzen, in großen Menschenmengen, im Supermarkt, im Fahrstuhl und einige verlassen kaum noch ihre Wohnung, aus Angst es könnte etwas schlimmes passieren. Die Krankheit beginnt meist zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr, u.a. ausgelöst durch eine schwierige Lebenssituation, wobei Frauen häufiger betroffen sind.
Eine Panikattacke kann mit einem Tsunami verglichen werden, mehrmals am Tag können die Betroffenen, diese zum Teil als Todesangst gefühlt, erleben. Panikattacken sind ein plötzlich auftretendes und extremes Angstgefühl, völlig losgelöst, von aktuellen Ereignissen und Situationen. Diese werden u.a. begleitet von Atemnot, Brustschmerzen, Schwitzen, Übelkeit, Schwäche und Zittern, die Betroffenen verlieren Ihre Kontrolle über Ihren Körper. Während einer Panikattacke wird von einigen Betroffenen ein sogenanntes “Unwirklichkeitsgefühl” empfunden, wobei sich das Bewusstsein verändert und sie sich selbst und ihre Umwelt verfremdet wahrnehmen. Studien haben ergeben, dass die Spitze der Angst schon nach ca.1- 3 Minuten erreicht wird und sich dann nach ca. 30 min. wieder abbaut, für die Betroffenen gefühlt wie eine Ewigkeit. Betroffene vermeiden bestimmte Situationen, die als wahrscheinliche Ursache vermutet wird, oder in denen eine Panikattacke auftrat.
Als Phobie wird eine irrational erscheinende Furcht vor ganz bestimmten Situationen oder Objekten bezeichnet. Ob Angst vor Spinnen, Hunden, Krankheiten, großen Plätzen, großen Menschenmengen oder Präsentationen, die Symptome sind doch ähnlich. Charakteristisch sind Übelkeit, Zittern, Schweißausbrüche, Herzrasen, Gedankenschleifen. Phobien sind kulturabhängig, so entwickeln Eskimos eine Kanuphobie, wir dagegen eher eine Flugphobie. In den industrialisierten Ländern sind die Agoraphobie und die Sozialphobie stark ausgeprägt. Diese Phobien können zu einem totalen Rückzug aus der Gesellschaft und zur Vereinsamung führen. Dieser Prozess entwickelt sich schleichend und wird von den Betroffenen relativ spät wahrgenommen. Dies hat zur Folge, dass sich die meisten Betroffenen ihrer Angst nicht stellen, sondern Vermeidungsstrategien entwickeln. Ängste werden gerne versteckt und es werden häufig immer neue Ausreden erfunden, um z.B. nicht zu verreisen, um der Flugangst nicht zu begegnen, Geschäftsreisen werden abgesagt, um nicht über Brücken fahren zu müssen (usw.). Vermeidung um jeden Preis lautet das Hauptproblem der Angststörungen.

In meiner Hypnose-Praxis biete ich die Methode der Regression, was so viel heisst, wie zurück schreiten. So kann der Ursprung der Angst gefunden und aufgelöst werden. Diese Hypnose-Methode hat sich als sehr effektiv erwiesen. Wenn Sie dazu Fragen haben, informiere ich Sie gern.

Mein nächster Blog erscheint im Juli, mit dem Thema: Entstehung von Ängsten und Angststörungen.